Kreis Rottweil - 43 460 Euro hat die Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle donum vitae im Landkreis Rottweil im vergangenen Jahr an Hilfen vermittelt. Das geht aus dem Jahresbericht hervor.
Insgesamt habe sich die Zahl der Beratungsgespräche gegenüber dem Vorjahr um 73 auf 499 Gespräche erhöht. Dies zeige besonders die steigenden Nöte, in die junge Familien, die sich für ein Kind entscheiden, zunehmend geraten. Neben dem Beweis für das große Vertrauen, das die Beratungsstelle von donum vitae genieße, werde damit der hohe Bedarf an umfassender, qualifizierter Beratung und Begleitung rund um Schwangerschaft und Geburt deutlich, heißt es in der Pressemitteilung.
Besonders in Bezug auf finanzielle Notlagen und allgemeine Informationen zu Ansprüchen und Rechten im Rahmen der Schwangerschaft sei der Bedarf sehr groß.
Zu finanziellen Unterstützungen wurden im vergangenen Jahr 84 Anträge gestellt. Mit insgesamt 43 460 Euro seien Notlagen in den Familien spürbar gemildert und die Entscheidung für das Kind erleichtert worden.
Als erfreulich wird im Bericht erwähnt, dass immer weniger Frauen im Kreisgebiet in eine so verzweifelte Lage kommen, dass sie in ihrer Not eine Abtreibung erwägen. So ging die Zahl der Beratungen im Rahmen der gesetzlichen Konfliktberatung um 29 auf 118 Erstberatungen zurück. Da dieser Rückgang stärker ist als der allgemeine Trend, wertet dies der Verein auch als Ergebnis seiner Präventionsarbeit in Schulen, Firm- und Jugendgruppen. Dabei wurden in den zurückliegenden elf Jahren fast 6000 Jugendlichen Lebenshilfen zu den Themen Sexualität, Liebe, Freundschaft, Verantwortung, Werteorientierung und Verhütung vermittelt.
Angenommen werde auch die psycho-soziale Beratung im Zusammenhang mit den vorgeburtlichen Untersuchungen – besonders der Pränataldiagnostik. Auf den Schock, den eine plötzliche Konfrontation mit der Möglichkeit eines behinderten Kindes auslösen könne, sei eine umfassende und einfühlsame Beratung notwendig.
Angeboten werden von donum vitae auch Beratungsgespräche zu der seit dem 7. Juli zugelassenen Präimplantationsdiagnostik. Über die Entscheidung dazu ist laut dem Vorsitzenden Hubert Haas der Kreisverein von donum vitae unglücklich. Das Aussortieren von nicht normalen Zellen sei hinsichtlich der Würde Behinderter und Kranker und deren pflegenden Angehörigen eine Abwertung.
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